Die BUND Ortsgruppe Altenberge hat in Abstimmung mit der Gemeinde in den letzten Tagen über 250 gemeindeeigene Obstbäume an den Straßenrändern in Westenfeld, Hohenhorst und Hansell mit gelben Bändern markiert. Die Aktion ist eingebettet in ein Konzept zum Erhalt und zur Pflege von gemeindeeigenen Obstbäumen, dass im Mai 2022 einstimmig vom Rat beschlossen wurde und als Aktion „Gelbes Band“ bereits im 3. Jahr umgesetzt wird. Bei der Aktion „Gelbes Band“ werden die gekennzeichneten Obstbäume für die Bürgerernte freigegebenen. Bereits im September 2023 wurde das erste Mal die Aktion gelbes Band mit dem BM Karl Reinke eröffnet (die WN berichtete damals). Diesmal hat die Umweltbeauftragte Frau Lisa Wollowski die Aktion der BUND Ortsgruppe Altenberge am Samstag, den 06. September, begleitet.
Obstbäume erfüllen wichtige ökologische Funktionen. Sie sind Lebensraum für Insekten, Fledermäuse und Vögel und zudem klimarelevante CO2-Speicher. Es wurden zwei Hornissennester in den Baumhöhlen von alten Obstbäumen gefunden. Hornissen sind streng geschützte Arten und eher passive und scheue Tiere. Daher braucht man trotz ihrer Größe keine Angst vor Ihnen zu haben. Sie sind gute Wespenvertilger und so können Hornissen wespenfreie Gärten ermöglichen. Eine Besonderheit der Hornissen ist die Aktivität bei vollkommener Dunkelheit, so dass sie sich ähnlich wie Nachtfalter von „Lichtfallen“ angezogen werden.
Neben den Streuobstwiesen fungieren wegebegleitende Obstbäume weiterhin als gliedernde und belebende Landschaftselemente. Diese prägen bereits seit Jahrhunderten das Landschaftsbild der Münsterländer Kulturlandschaft. Sofern es sich um selten gewordene Obstsorten handelt, leisten diese auch einen Beitrag zur Biodiversitätsstrategie. Nicht zuletzt haben Obstbäume den angenehmen Nutzen, dass sie frisches Obst erzeugen, das sich zu vielfältigen Lebensmitteln verarbeiten lässt. Daher können die Äpfel nun von jedermann geerntet werden.
Hrsg.: BUND-Ortsgruppe Altenberge, Dr. Georg Scholzen (V.i.S.d.P.)