Hintergrund des Vortrages ist die Biodiversitätsstrategie des Kreises zur Förderung der biologischen Vielfalt. Der Vortrag zeigt die Handlungsmöglichkeiten für und in Kommunen, um die Biodiversität zu fördern. Auch Siedlungen sind Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Damit tragen die Kommunen ebenfalls Verantwortung, der Biodiversitätskrise entgegenzuwirken, zumal Städte von den Ökosystemleistungen profitieren. Gleichzeitig wird mit der Biodiversität auch die Resilienz des Siedlungsraumes gefördert. Um den Artenrückgang zu stoppen, sollte jede Gemeinde circa 10-15% der Fläche in ihrem Umland naturnah als Lebensraum für Pflanzen und Tiere gestalten. Als lebendiges Beispiel wurde zum Abschluss der Stadtstaat Singapur (einer der bevölkerungsreichsten Zwergstaaten der Erde) genannt, als eine der grünsten Städte unseres Planeten.
Es wurde lebhaft diskutiert und erläutert, warum z.B. weniger häufige oder umfängliche Schnittmaßnahmen, den Pflanzen und Tieren, hier insbesondere den Insekten, zugutekommt. Auch ist es empfehlenswert einmal mehr „Wildnis“ zu wagen. Spielplätze und Parks könnten als Naturerlebnisräume gestaltet werden. Also jede Menge Möglichkeiten, die die Kommunen haben. Auch die Schottergärten kamen zu „Wort“, und wie pflanzen- und tierunfreundlich gepflasterte Flächen sind, die sich im Sommer so stark aufheizen, dass dort kaum noch Leben möglich ist. Im Anschluss an die öffentliche Veranstaltung fand dann die Mitgliederversammlung der BUND Ortsgruppe Altenberge statt.
28.03.2026
Dr. Georg Scholzen, Vorstand BUND OG Altenberge