Kreisgruppe Steinfurt
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AG Windkraft im Kreis Steinfurt

14. August 2026 | Energiewende, KG Steinfurt, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Naturschutz, Ressourcen & Technik

Umwelt- und Naturschutzverbände BUND und NABU gründen gemeinsame Arbeitsgemeinschaft: Und laden zum Mitmachen ein!

Das Logo der 2026 neu gegründeten AG Windkraft von BUND und NABU Steinfurt. Das Logo der 2026 neu gegründeten AG Windkraft von BUND und NABU Steinfurt.

Die neue AG Windkraft lädt Bürgerinnen und Bürger im Kreis Steinfurt zum Mitmachen ein. Willkommen sind alle, denen Klimaschutz und der Ausbau erneuerbarer Energien wichtig sind – und die zugleich sicherstellen möchten, dass der Naturschutz dabei nicht übergangen wird, weil der Erhalt der natürlichen Vielfalt ebenso zum Schutz unserer Lebensgrundlagen beiträgt wie die nachhaltige Energiegewinnung aus regenerativen Quellen.

Eine Mitgliedschaft im BUND und/oder NABU ist dafür nicht erforderlich, wird aber sehr begrüßt.

Unsere Position zum Ausbau der Windkraft

Unsere Ziele haben wir in den vergangenen Monaten ausführlich diskutiert und in einem gemeinsamen Positionspapier zum Ausbau der Windkraft im Kreis Steinfurt festgehalten.

Für uns geht es nicht um ein grundsätzliches Für oder Wider die Nutzung der Windkraft. In Anbetracht der nicht mehr nur prognostizierten, sondern bereits spürbaren Klimaerwärmung halten wir die Frage für geklärt: Wir müssen so schnell wie möglich die Verbrennung fossiler Energieträger durch die Nutzung erneuerbarer Energien, Windkraft und Sonnenenergie, ersetzen!

Wir argumentieren mit wissenschaftlichen Fakten und nicht mit Vermutungen und unbelegten Behauptungen.

Warum die Standortwahl entscheidend ist

Beim Ausbau der erneuerbaren Energien wird die Standortwahl zunehmend zum zentralen Problem. Immer häufiger werden Windparks auch in Schutzgebieten und sensiblen Lebensräumen geplant. Für geschützte Vogel- und Fledermausarten entsteht dadurch ein erhöhtes Kollisionsrisiko, das ihre Populationen regional und überregional gefährden kann. Abschalt-Algorithmen sind eine Hilfe, aber keine hinreichende Lösung.

Hinzu kommen Lebensraumverluste: Viele Vogel- und Fledermausarten meiden Windparks als Brut-, Nahrungs- und Rastgebiete.

Besonders gefährdet sind ziehende Vogel- und Fledermausarten im Frühjahr und Herbst. Sie können in Windparks direkt durch Rotorblätter oder indirekt durch sogenannte Barotraumata getötet werden.

Auch Fundamente, Bauplätze und Zuwegungen tragen zur Zerschneidung und zum Verlust von Lebensräumen für viele weitere Arten bei.

Zentrale Forderungen

  • In Nationalparken, Natura-2000-Gebieten, Naturschutzgebieten sowie bedeutenden Vogel- und Fledermauslebensräumen dürfen grundsätzlich keine Windkraftanlagen errichtet werden.
  • Repowering – also die Erhöhung und Modernisierung bestehender Anlagen zur Erzielung höherer Energieerträge – muss Vorrang vor der Inanspruchnahme weiterer Landschaftsflächen haben.
  • Neue Windparks sollten vorrangig in bereits vorbelasteten Bereichen geplant werden, etwa entlang von Autobahnen oder in der Nähe von Industriegebieten.

Unser Ziel

Der Schutz des globalen Klimas und der Erhalt der biologischen Vielfalt sind zwei der

wichtigsten Herausforderungen für die Menschheit. Sie müssen unbedingt gemeinsam gedacht und umgesetzt werden. Der Schutz der Biodiversität auf der Erde ist nur durch einen wirksamen Klimaschutz möglich. Und genauso ist der Klimaschutz zwingend auf die Leistungen intakter Naturräume und vitaler Lebensgemeinschaften angewiesen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, den Ausbau der Windkraft naturverträglich zu gestalten, damit eine nachhaltige Energiewende gelingen kann.

Bei Interesse oder Fragen schreiben Sie uns gerne eine Mail an bund.steinfurt(at)bund.net.

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